Etwa jeder zweite Mensch in Deutschland wird im Lauf seines Lebens über einen kürzeren oder längeren Zeitraum pflegebedürftig. Ein Aufenthalt im Pflegeheim kostet in Stuttgart im ersten Jahr fast 50.000 €, die privat zu tragen sind (bis 4.000 € monatlich). Durch einen steigenden Leistungszuschlag der Pflegeversicherung sinkt die private Zuzahlung im Lauf der ersten 4-5 Jahre bis auf ca. 2.500 € monatlich. Auch die Betreuung und Pflege zu Hause kann hohe Kosten verursachen. Eine ausgebildete Pflegefachkraft vom Pflegedienst kostet etwa 70 € pro Stunde und Betreuung oder Hilfe im Haushalt gibt es ab ca. 40-45 € pro Stunde. Die Pflegeversicherungsleistungen von monatlich etwa 600-800 € für Alltagshilfen oder bis zu 2.000 € (je nach Pflegegrad) für Hilfe vom Pflegedienst können reichen, wenn Angehörige viele Hilfeleistungen übernehmen. Für eine Helferin aus Osteuropa, die mit im Haushalt lebt, muss derzeit etwas über 3.000 € monatlich gerechnet werden, die überwiegend privat bezahlt werden müssen.
Sozialhilfeleistungen im Rahmen der Hilfe zur Pflege sind erst möglich, wenn das eigene Vermögen bis auf 10.000 oder 20.000 € aufgebraucht ist (mit Ausnahme der selbstbewohnten Wohnung).

Eine Pflegezusatzversicherung sollte man nicht zu spät abschließen, denn die Beiträge steigen mit dem Eintrittsalter. Es gibt unterschiedlicher Formen von Pflegezusatzversicherungen. Der folgende Ratgeber klärt über die Möglichkeiten auf und gibt Tipps und Empfehlungen, auch zur Höhe der Absicherung:

Ratgeber zu Pflegezusatzversicherungen

Noch sinnvoller als eine Pflegezusatzversicherung wäre eine grundlegende politische Lösung mit verpflichtenden leicht bezahlbaren Beiträgen für alle bereits ab dem Kindesalter.